Melanchthonkirche

Melanchthonkirche
Lange Rötterstr. 39
68167 Mannheim
68167 Mannheim
1923 als Notkirche errichtet, erhielt sie 1994 an der weitläufigen Kirchwiese einen Glockenturm nach dekonstrukivistischem Entwurf.
Bauzeit: 1922-23
Architekt: Wilhelm Würth
Öffnungszeiten: zu den Gottesdiensten
Gehört gemeinsam mit der Diakoniekirche Luther und der Paul-Gerhardt-Kirche in der Neckarstadt-West und dem Gemeinderaum Wohlgelegen zur Pfarrgemeinde Neckarstadt.
100 Jahre Melanchthonkirche. Fröhlicher Besuch bei einer alten Dame
Neckarstadtgemeinde feiert Jubiläum mit großem Festgottesdienst
Mit Humor, Tiefgang und großartiger Musik feierte die evangelische Neckarstadtgemeinde den 100. Geburtstag der Melanchthonkirche. Beim Festgottesdienst am 12. November in der prall gefüllten Kirche sprachen Dekan Ralph Hartmann und Oberbürgermeister Christian Specht ein Grußwort. Die Kinder ließen sich derweil beim zeitgleichen Kindergottesdienst den Geburtstagskuchen schmecken. Musikalisch umrahmt wurde die Festlichkeit von der Melanchthonkantorei, dem Popchor und dem Kinderchor unter Leitung von Kantorin Beate Rux-Voss sowie von Ali und Jabir Ungan von der Orientalischen Musikakademie Mannheim und dem Posaunenchor der Gemeinde. Oberbürgermeister Specht erhielt einen Neckarstadt-Hut.
Geburtstagskuchen, zahlreiche Ständchen und bewegende Worte
Der mit der 100er-Kerze geschmückte Geburtstagskuchen stand am Festsonntag nur kurze Zeit auf dem Altar. Denn nachdem die Kerzen von Kindern entzündet wurden, nahmen sie ihn in Begleitung von Pfarrerin Laura-Maria Knittel mit zum Kindergottesdienst, um ihn sich dort schmecken zu lassen.
Derweil ließen Pfarrerin Judith Natho und Pfarrer Peter Geißert im Festgottesdienst die 100jährige Geschichte der am 12. November 1923 eingeweihten Melanchthonkirche wiederaufleben. Sie berichteten von deren Anfang zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ihrem Bau in Zeiten von Not, Hunger und Arbeitslosigkeit, überlegten, wie die Menschen seinerzeit wohl auf diese Kirche geblickt hatten und zeichneten ein lebendiges Bild von den breit gefächerten Angeboten, die seither hier einen Raum finden. War diese Kirche den Menschen damals ein Stück Himmel auf Erden? Die Menschen, so Pfarrer Geißert, hätten sich diese Kirche zu eigen gemacht und sie mit ihrem Glauben gefüllt. Die Melanchthonkirche sei auch ein starker “Ort für Kultur im Stadtteil“, so Pfarrerin Natho, getragen von Hauptberuflichen und engagierten Ehrenamtlichen. Es sei wichtig, sagte Pfarrer Peter Geißert, heute neu auf das Ehrenamt zu schauen, das den Menschen „ein Herzensanliegen“ sei, bei dem sie über den Glauben sprechen und sich sinnvoll engagieren können.
An ihrem 100. Geburtstag betonte Pfarrer Geißert, dass im Zuge der Strukturmaßnahmen in der Evangelischen Kirche Mannheim auch auf die Neckarstadt Veränderungen zukämen. Als Gemeinde und Region lebe die Neckarstadt die künftige Struktur bereits seit einigen Jahren. Verändert würde auch die Melanchthonkirche, die zu einem Gemeindezentrum umgestaltet werde, in dem Gottesdienste und vieles mehr stattfinden würden. Die Ergebnisse dieser Überlegungen würden im Januar 2024 präsentiert.
Der mit der 100er-Kerze geschmückte Geburtstagskuchen stand am Festsonntag nur kurze Zeit auf dem Altar. Denn nachdem die Kerzen von Kindern entzündet wurden, nahmen sie ihn in Begleitung von Pfarrerin Laura-Maria Knittel mit zum Kindergottesdienst, um ihn sich dort schmecken zu lassen.
Derweil ließen Pfarrerin Judith Natho und Pfarrer Peter Geißert im Festgottesdienst die 100jährige Geschichte der am 12. November 1923 eingeweihten Melanchthonkirche wiederaufleben. Sie berichteten von deren Anfang zu Beginn des 20. Jahrhunderts, ihrem Bau in Zeiten von Not, Hunger und Arbeitslosigkeit, überlegten, wie die Menschen seinerzeit wohl auf diese Kirche geblickt hatten und zeichneten ein lebendiges Bild von den breit gefächerten Angeboten, die seither hier einen Raum finden. War diese Kirche den Menschen damals ein Stück Himmel auf Erden? Die Menschen, so Pfarrer Geißert, hätten sich diese Kirche zu eigen gemacht und sie mit ihrem Glauben gefüllt. Die Melanchthonkirche sei auch ein starker “Ort für Kultur im Stadtteil“, so Pfarrerin Natho, getragen von Hauptberuflichen und engagierten Ehrenamtlichen. Es sei wichtig, sagte Pfarrer Peter Geißert, heute neu auf das Ehrenamt zu schauen, das den Menschen „ein Herzensanliegen“ sei, bei dem sie über den Glauben sprechen und sich sinnvoll engagieren können.
An ihrem 100. Geburtstag betonte Pfarrer Geißert, dass im Zuge der Strukturmaßnahmen in der Evangelischen Kirche Mannheim auch auf die Neckarstadt Veränderungen zukämen. Als Gemeinde und Region lebe die Neckarstadt die künftige Struktur bereits seit einigen Jahren. Verändert würde auch die Melanchthonkirche, die zu einem Gemeindezentrum umgestaltet werde, in dem Gottesdienste und vieles mehr stattfinden würden. Die Ergebnisse dieser Überlegungen würden im Januar 2024 präsentiert.
„Am allerliebsten wird hier gelacht“
Jung und frisch sei die Neckarstadtgemeinde, begann Dekan Ralph Hartmann sein Grußwort. Hier werde „am allerliebsten gelacht“ und hochkarätig gewirkt, was auch am Festtag an der Musik zu hören sei. Orte, an denen Menschen zusammenkommen und sich begegnen können, seien elementar. „Die Gesellschaft braucht solche Räume“, so Hartmann. Ein solches Zentrum der Begegnung solle diese Kirche in der Neckarstadt weiterhin sein, ergänzt durch diakonische Angebote an der Paul-Gerhardt-Kirche am Neuen Messplatz. Seit den 1980er-Jahren sei das evangelische Leben im Stadtteil geprägt von Veränderungen: Zusammenschlüssen der einzelnen Gemeinden zu einer großen, der Neckarstadtgemeinde, und vieles mehr. „Die Neckarstadt hat eine wilde Fahrt hinter sich. Es ist enorm, was sich hier alles verändert hat“, blickte der Dekan zurück. Es sei großartig, wie hier Verantwortung übernommen werde. „Denn Verantwortung übernehmen heißt, das zu wollen, was realistisch und was möglich ist“, sagte Hartmann auch mit Blick auf künftige Perspektiven.
Jung und frisch sei die Neckarstadtgemeinde, begann Dekan Ralph Hartmann sein Grußwort. Hier werde „am allerliebsten gelacht“ und hochkarätig gewirkt, was auch am Festtag an der Musik zu hören sei. Orte, an denen Menschen zusammenkommen und sich begegnen können, seien elementar. „Die Gesellschaft braucht solche Räume“, so Hartmann. Ein solches Zentrum der Begegnung solle diese Kirche in der Neckarstadt weiterhin sein, ergänzt durch diakonische Angebote an der Paul-Gerhardt-Kirche am Neuen Messplatz. Seit den 1980er-Jahren sei das evangelische Leben im Stadtteil geprägt von Veränderungen: Zusammenschlüssen der einzelnen Gemeinden zu einer großen, der Neckarstadtgemeinde, und vieles mehr. „Die Neckarstadt hat eine wilde Fahrt hinter sich. Es ist enorm, was sich hier alles verändert hat“, blickte der Dekan zurück. Es sei großartig, wie hier Verantwortung übernommen werde. „Denn Verantwortung übernehmen heißt, das zu wollen, was realistisch und was möglich ist“, sagte Hartmann auch mit Blick auf künftige Perspektiven.
Oberbürgermeister Specht hat nun einen Neckarstadt-Hut auf
„Hier zeigt sich das vielfältige Mannheim, hier ist ein Ort, an dem Gemeinschaft gestiftet wird. Das sichert den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Und das ist so wichtig für unsere Stadt“, betonte Oberbürgermeister Christian Specht in seinem Grußwort. Er dankte dem Team in der Gemeinde und besonders den Ehrenamtlichen herzlich für ihren großen Einsatz. Er sei sicher, dass die Gemeinde weiterhin zu neuen Ufern aufbreche. „Bei Ihrem Engagement ist mir nicht bang um die Zukunft dieser Gemeinde“, sagte er. Mit der Neckarstadt sei er familiär verbunden, berichtete er. Denn sein Großvater war 25 Jahre lang Gemeinderechner (heute: Schatzmeister) in der Gemeinde gewesen, und sein Vater sei hier getauft und konfirmiert worden. Das brachte dem Oberbürgermeister einen Neckarstadt-Hut ein: Pfarrerin Judith Natho überreichte ihm ein Exemplar, wie es der Posaunenchor der Gemeinde trägt.
Ökumenischer Gruß mit Brezel
Als ökumenischen Gruß überreichte Gemeindereferentin Gundula Müller gemeinsam mit Bruder Franz-Leo für die katholische Kirchengemeinde Mannheim Neckarstadt eine große Brezel. Diese lade ein, „zu teilen, was uns verbindet und nährt“, sagte Gundula Müller. In ihrer Form stünde die Brezel gleich dem für Aufbrüche und verschlungene Wege auch im ökumenischen Miteinander.
Bevor es bei warmer Suppe und Gesprächen im Anschluss an den Gottesdienst noch viel Gemeinschaft gab, wurden die Gäste eingeladen zum ökumenischen Silvestergottesdienst, der am Alten Messplatz gefeiert würde. (Artikel Kirsten de Vos)
„Hier zeigt sich das vielfältige Mannheim, hier ist ein Ort, an dem Gemeinschaft gestiftet wird. Das sichert den Zusammenhalt in der Gesellschaft. Und das ist so wichtig für unsere Stadt“, betonte Oberbürgermeister Christian Specht in seinem Grußwort. Er dankte dem Team in der Gemeinde und besonders den Ehrenamtlichen herzlich für ihren großen Einsatz. Er sei sicher, dass die Gemeinde weiterhin zu neuen Ufern aufbreche. „Bei Ihrem Engagement ist mir nicht bang um die Zukunft dieser Gemeinde“, sagte er. Mit der Neckarstadt sei er familiär verbunden, berichtete er. Denn sein Großvater war 25 Jahre lang Gemeinderechner (heute: Schatzmeister) in der Gemeinde gewesen, und sein Vater sei hier getauft und konfirmiert worden. Das brachte dem Oberbürgermeister einen Neckarstadt-Hut ein: Pfarrerin Judith Natho überreichte ihm ein Exemplar, wie es der Posaunenchor der Gemeinde trägt.
Ökumenischer Gruß mit Brezel
Als ökumenischen Gruß überreichte Gemeindereferentin Gundula Müller gemeinsam mit Bruder Franz-Leo für die katholische Kirchengemeinde Mannheim Neckarstadt eine große Brezel. Diese lade ein, „zu teilen, was uns verbindet und nährt“, sagte Gundula Müller. In ihrer Form stünde die Brezel gleich dem für Aufbrüche und verschlungene Wege auch im ökumenischen Miteinander.
Bevor es bei warmer Suppe und Gesprächen im Anschluss an den Gottesdienst noch viel Gemeinschaft gab, wurden die Gäste eingeladen zum ökumenischen Silvestergottesdienst, der am Alten Messplatz gefeiert würde. (Artikel Kirsten de Vos)
Das schwarz/weiß Bild zeigt die Melanchthonkirche von 1923. Die Melanchthonkirche ist eine einfache Hallenkirche und wurde, ursprünglich nur als Notkirche geplant, am 11. November 1923 eingeweiht. Im mittigen Dachreiter auf dem Walmdach wurden bei der Erbauung zwei Glocken aufgehängt.
Im Zweiten Weltkrieg wurde die Melanchthonkirche schwer beschädigt. Im Oktober 1943 wurde sie durch Bomben zerstört.
Der Wiederaufbau unter der Leitung von Albrecht Lange und Hans Mitzlaff konnte im September 1952 abgeschlossen werden.
Zu einer grundlegenden Neukonzeption des Kirchenraumes kam es in den Jahren 1985 bis 1991. Zunächst erhielt die Kirche eine neue Orgel; die Heintz-Orgel mit ihren 20 Registern wurde 1985 eingeweiht.
An den Seiten befinden sich 10 langgestreckte Fenster. Hier sind drei davon zu sehen. Sie wurden 1990/91 vom Künstler Johannes Schreiter gestaltet und nehmen Bezug auf das Kirchenjahr. Im Eingang der Kirche leuchtet blau das Lobpreisfenster.
Auf dem Bild mit rotem Teppich ist die Melanchthonkirche 2023 abgebildet.
Im Zuge der weiteren Umgestaltung 1985 bis 1991 hat die Melanchthongemeinde der Kunst sichtbar Raum gegeben: Das Altarwandbild „der Gekreuzigte ist der Auferstandene“, das Taufbecken und den Taufleuchter schuf 1986 Hannelore Pichlbaur. Der Altar und die Kanzel bilden ebenfalls eine Einheit. Sie wurden von Gernot Eichler konzipiert und umgesetzt.
Im Zuge der weiteren Umgestaltung 1985 bis 1991 hat die Melanchthongemeinde der Kunst sichtbar Raum gegeben: Das Altarwandbild „der Gekreuzigte ist der Auferstandene“, das Taufbecken und den Taufleuchter schuf 1986 Hannelore Pichlbaur. Der Altar und die Kanzel bilden ebenfalls eine Einheit. Sie wurden von Gernot Eichler konzipiert und umgesetzt.

Neben dem Bau mit den prägnanten Kirchenfenstern von Johannes Schreiter steht seit den späten 1990er Jahren ein markanter 33 Meter hoher Glockenturm mit dem gelben „Vogelnest“, entworfen von Martin Rudolf und Nicolaus Staniek. Drei sich kreuzende Stahlrohre, die die Dreieinigkeit symbolisieren, tragen die Glockenstube aus Aluminium und Holz, in der vier Glocken hängen.
So klingt es, wenn das kleine Westminster Geläute erklingt... Youtube
So klingt es, wenn das kleine Westminster Geläute erklingt... Youtube
Auf der Wiese der Melanchthonkirche wurden 2012 die Prinzipalien: also der Altar, die Kanzel und der Taufstein aus der abgerissenen Kreuzkirche aufgestellt. Hier feiert unsere Gemeinde gerne Freiluftgottesdienste und allerlei Feste.
Wer mag, liest bei wikipedia nach.










